fire escape fluchtKaum ein Thema bewegt Mensch und Politik momentan so, wie die große Anzahl von Menschen, die auf der Flucht sind vor Krieg, Gewalt, Umweltzerstörung, Hoffnungslosigkeit und weiteren lebensbedrohenden Umständen. Die Augen verschließen wird niemanden helfen, Mauern bauen nichts verändern. Es ist wichtig, Ursachen zu verstehen lernen und kurz- wie langfristige Entwicklungen voranzubringen, welchen allen Menschen hilft, Angst zu überwinden, Freiheit wiederzugewinnen und ein Leben mit Perspektive in einer funktionierenden Gemeinschaft zu führen – hier wie an anderen Orten in der Welt.

Die Transhumane Partei Deutschland hat sich als eine der ersten politischen Aufgaben zum Ziel gesetzt, das Thema der Asylpolitik und der damit verbundenen Frage nach Hintergründen und einer gemeinsamer Entwicklung von Hilfen auf deutscher, europäischer und internationaler Ebene analytisch und ohne das typische Schubladendenken mit mittelalterlichen Lösungsansätzen zu bearbeiten. In den kommenden Wochen werden wir Ursachen erforschen und zusammentragen und aufzeigen, dass es insbesondere auch innovative und technologische Möglichkeiten geben kann, jedem Menschen und jeder Gemeinschaft mehr Entwicklung zu Autarkie zu ermöglichen.

Auf unserem ersten Gipfel haben wir erste konkrete Arbeitspunkte beschlossen. Ein erster Schwerpunkt wird dabei unter anderem die Zuhilfenahme von technischen Möglichkeiten sein, um mit diesen mehr Autarkie, schnellere Hilfe und Entscheide, bessere Integration und ein Abbau von Hemmschwellen zu erleichtern. Parallel dazu, werden wir die Hintergründe der Flucht und der Bedrohung in den Ausgangsländern systematisch analysieren, um belegbare Begründungen für Änderung im internationalen Politikparkett anzuzeigen. Im Ergebnis planen wir, eine Handvoll neuer Projekte zu initiieren, um aktiv für Veränderung zu sorgen.

Wir denken, dass es endlich an der Zeit ist, Verantwortung für alle Menschen, Umwelt und Lebensbedingungen zu übernehmen und zu erkennen, dass schon seit vielen Jahren, keine Handlung und keine Entscheidung eines Landes mehr unabhängig ist, sondern immer im Zusammenspiel der kurz- und langfristigen Auswirkungen auf andere Länder und andere Menschen umgesetzt werden müssen. Niemand sollte sich über Flüchtlinge wundern, wenn man durch eigene wirtschaftliche oder politische Maßnahmen, anderen Menschen die Grundlage für ein sicheres Leben mit Perspektive entzieht. Ohne Bildung, ohne Entwicklung, ohne Innovation trocknet jede Heimat aus, ohne Demokratie, ohne internationale faire Beziehungen wird nur zerstört und Raubbau betrieben. Wir können das ändern!

Wir würden uns freuen, wenn viele Menschen, jung, alt, aus Wissenschaft oder sozialen Bereichen, Erfinder oder tatkräftige Freiwillige – kurz Menschen aus jeder Lebenssituation heraus uns dabei unterstützen, neue Wege zu finden, neue Ideen umzusetzen – mit Innovation mehr in kürzerer Zeit zu bewegen. Melde Dich unter info@transhumane-partei.de oder verfolge unsere Webseite für mehr Informationen in Kürze.

Dieser Artikel ist eine persönliche Meinung des Autors und soll als Diskussionsgrundlage, oder um Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken, genutzt werden. Die hier dargelegten Standpunkte stellen nicht zwangsläufig die der TPD dar.

Marcel Mayr

12 Comments

    • Technik Nerd

      In den Entwicklungsländern waren in den 1950er Jahren noch c.a 80% der Bevölkerung in Landwirtschaft und Fischerei tätig, meist Substizienzwirtschaft. Mittlerweile ist die Landwirtschaft dort aber technisiert und Großgrundbesitz so das die Arbeitsplätze quasi durch den technischen Fortschritt obsolet geworden sind. Da es in diesen Ländern jedoch keinen nennenswerten industriellen oder Sektor oder Dienstleistungssektor gibt welcher Arbeitskräfte schaffen könnte entsteht eben massive Armut und Pespektivlosigkeit welche dann die Menschen zur Flucht nach Europa motiviert.

      Als Lösung muss also eine Einkommensgrundlage geschaffen werden welche auch im Zeitalter der technisch bedingten (massen) Arbeitslosigkeit funktioniert, also ein Einkommen das von der Arbeit entkoppelt ist und zumindest die grundlegend wichtigsten Bedürfnisse abdeckt. Das Bedingungslose Grundeinkommen. Dieses wiederum kann nur durch Einsatz von Technik, Robotik und so weiter finanziert werden. Ursache und Lösung des derzeitigen Problems kann man also im technischen Fortschritt finden.

      Die entsprechenden Piraten AGs haben sich da jedenfalls schon sehr intensiv mit beschäftigt, finde leider grad den Link im Wiki nicht.

      reply
      • Marcel Mayr

        Hallo Technik Nerd,

        das ist sicherlich ein guter und richtiger Gedanke. Wir versuchen dies insbesondere auch durch eine detaillierte Recherche der technischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnt dahingehend zu belegen, dass erstens, die einseitige Vorteilsnahme von technologischer Entwicklung (Technologische Apartheid) ursächlich für die tatsächliche Abtrennung der „modernen“ Welt und den Herkunftsländern der Fliehenden ist, zweitens, dieser technologischer in der Vergangenheit, heute und zukünftig, der bedeutendste, ja wohl der einzigste Faktor für Entwicklung und Verbesserung in einer Gesellschaft ist.
        Wichtig ist jedoch dabei auch nicht zu vergessen, dass zumindest teilweise, der Istzustand wissentlich provoziert wurde und es, mal einfach ausgedrückt, eine im biologischen Menschen psychisch und physisch verankerte Veranlagung gibt, welche die eigene Vorteilsnahme über die Empathie stellt. Erst im sozialen Kontext (und mit der Fähigkeit zum rationalen Diskurs), der gekannt und erfahren werden muss, bildet sich ein Mensch-Netz, ein emotionales Füreinander und ein Verständnis für die heute fast schon organische Verbundenheit aller Menschen und Lebewesen in ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekten. Es reicht daher nicht, einfach ein weltweites BGE zur Lösung zu erklären. Weder Krieg, noch Perspektivlosigkeit in den Herkunftsländern wird sich ändern, wenn dort „nur“ Geld investiert wird. Die Errungenschaften der letzten Jahrhunderte gehen weit über das reine Überleben hinaus. Genau diese Faktoren möchten wir ebenfalls beleuchten und zusammen mit Euren Ideen und Projekte echte Veränderung motivieren. Ob und wie die neue Urbanisierung (welche übrigens genauso in Deutschland und Europa stattfindet) damit beeinflusst werden kann ist dann zudem noch eine weitere Frage.

        reply
        • Jens Rabis

          @Marcel Mayr … korrekt!

          Dazu gehört meiner Meinung auch eine Reform bzw. das Einführen von weltweiten schwer manipulierbaren Wahlzetteln, damit sich Völker demokratisch entscheiden können, was sie tun und lassen wollen. Das geht bei kleinen Gemeinschafts-Entscheidungen los, über die Regierungswahlen bis hin in die UN und von mir aus auch den Papst.

          Mich inspirierte folgender Vorschlag für neue Wahlzettel, vielleicht habt ihr sogar noch eine bessere Idee:
          Zitat:“Wenn Wahlen wirklich fair sein sollen, müssen Wahlwerbung und Wahlspenden erstmal gänzlich abgeschafft werden und alle Parteien bei jeder Wahl gleichermaßen bekannt gemacht werden.
          Außerdem müssten die Stimmen der Bürger offen einsehbar sein. Beispielsweise könnten sich die Bürger ihre Stimmzettel aus einem Lostopf nehmen (wg. Geheimhaltung) und eine drauf stehende zufällige Stimmzettelnummer einfach abreißen und für die spätere Prüfung mitnehmen. So wüssten nur die Bürger selbst, wer was gewählt hat, könnten aber anhand ihrer eigenen Nummer prüfen ob ihre Stimme richtig gezählt wurde ohne aber befürchten zu müssen, dass ihr Name öffentlich bekannt wird.
          Wenn dannoch verhindert wird, dass Bürger bedroht werden und Stimmen gekauft werden, ist die faire betrugssichere Wahl schon ohne besonders kompliziertes System ziemlich perfekt.
          Zitat: „Wer dieses System nicht nutzt, wird innerhalb des Staates/Region/Wahlgemeinschaft und von anderen Staaten schlichtweg nicht anerkannt, also hat er nix von = keine Legitimität.“
          Wenn das noch dazu käme, währe die Welt wirklich demokratisch.“ Zitat Ende, Quelle: http://www.shortnews.de/id/1176152/moskau-wladimir-putin-schlaegt-neuwahlen-in-syrien-vor#7535008

          P.S: Würde ich allerdings nicht folgendes visionär hinzufügen, könnte man sich genauso locker schon etablierte Alternativen zur Transhumanen Partei suchen:
          Staaten sind für mich nur ein Kostenfaktor, aber das ist schon zu weit gedacht! Derzeit tut sich schon die EU schwer und diese kleinstaatliche Kakophonie muss alles vom EU-Bürger bezahlt werden.

          Wer nicht fähig ist einen „Mutter Erde“ und Sternenkinder-Gedanken zu pflegen, braucht Staaten als Anker >>> nur damit der „Horizont“ nicht so weit weg ist …
          Also die meisten Erdenbürger sind noch nicht so weit.

          Sie dorthin mitzunehmen hat derzeit kein Politiker im Visier, weil er ja z.Bsp. auch kein potentieller Kryoniker ist, welcher nachhaltig über Jahrhunderte – und wenn er „Pech“ hat – über Jahrtausende denken muss.

          reply
    • Egal

      Das Thema der Asylpolitik wird zurzeit wirklich von links und rechts, von oben und unten behandelt, auch Lösungen wurden genannt (und eine „Lösung“ ist vielleicht genau die, entsprechend der alles gerade abläuft (wie die Regierung eben will)), das Thema ist jedenfalls von allen Parteien schon besetzt.

      Sie schreiben in Ihren Leitlinien: „Transhuman bedeutet, das Menschliche zu optimieren.“
      Bedeutet Transhuman nicht, über das Menschliche hinaus zu gehen, es zu überwinden?
      Dazu aus der Transhumanen Deklaration: „Das zentrale Merkmal des Transhumanismus, das ihn von allen vorhergehenden Philosophien unterscheidet, ist der Einsatz von Technik, um den bisherigen Rahmen dessen zu überwinden, was es heißt, Mensch zu sein.“

      Das Thema Transhumanismus ist noch von keiner Partei besetzt.
      Wenn sich die TPD ihres Kernthemas annehmen würde, wäre dem Transhumanismus gedient oder besser: dem Menschen von morgen.

      reply
      • Marcel Mayr

        Hallo Egal,
        da stimme ich Dir absolut zu. Da wir eine Partei sind, werden wir jedoch auch von vielen Menschen dahingehend gefordert, unsere Position im Kontext aktueller dringender Herausforderungen ebenfalls zu formulieren. Auch wäre es tragisch, wenn wir transhumanes Denken darauf reduzieren würden, neueste technologische Erfindungen und Forschungen zu diskutieren. Wir freuen uns alle über jede neue Errungenschaft, jeden Fortschritt in der Wissenschaft bei Energie, Gesundheit, Kommunikation, … Als Transhumane Partei interessieren uns dabei auch besonders für die positiven Veränderungen (und auch die Risiken) für den Menschen, den Nutzen für die Gesellschaft und die neuen Wege für alte oder aktuelle Probleme. Daher haben wir als eines der ersten politischen Themen die aktuellen Veränderungen und Fragestellung durch Flüchtlinge gewählt. Es schafft uns und allen Interessierten die Verbindung zwischen transhumanen Denken und dem persönlich erfahrenen, mit dem er derzeit täglich in Medien und vielleicht auch persönlich konfrontiert wird.
        Natürlich werden wir in den nächsten Wochen parallel weitere Themenfelder eröffnen, welche Dir vielleicht mehr die Brücke zum Transhumanismus schlagen werden, wie Life Sciences, Biodesign, Longevity oder technological abundance. Gerne nehmen wir dazu auch jede Anregung von aussen an. Komm doch bitte auf uns zu.

        reply
    • Jens Rabis

      Es ist meiner Meinung nach ein Irrlaube, dass man ein weltweites Grundeinkommen mittels irgendwelcher Arbeit erwirtschaften kann.
      Selbst wenn man Roboter, Automaten und PC-KI besteuert und Sozialbeiträge auferlegt wie den Menschen.

      Was man tun kann, Geldschöpfung anders zu organisieren.
      In diese Diskussion darüber müssten auch die superreichen Privatpersonen und Fonds/Versicherungen jeglicher Art und die Zentral-Banken wie FED und EZB mit einbezogen werden. Auch die welche ich dahingehend vergessen haben sollte.

      Fachleute in Eurem Netzwerk können das sicherlich noch besser beurteilen, was dafür notwendig ist.

      reply
    • Heisenberg

      Super, endlich eine neue Partei. Wo steht ihr politisch ? Scientologen oder Gutmenschen ? Links oder rechts ?
      Mit Fleisch oder ohne ? Bevor ich Euch wähle muss das klar gestellt werden. Ich würde mich über einen Kugelschreiber mit Parteilogo freuen. Gibts das schon ?

      reply
      • Marcel Mayr

        Hallo Heisenberg,
        es fällt schwer, zwei komplementäre Eigenschaften gleichzeitig genau zu bestimmen 🙂 aber in Kürze vielleicht so: Wir stehen hoffentlich auf dem Boden von rational erfassbaren und belegbaren Tatsachen ohne Bevormundung anderer aber mit dem Hoffnung, Mensch und Leben in der Entwicklung zu unterstützen.

        reply
    • Jens Rabis

      Bezüglich meines gestrigen Kommentares, suchte ich nun nach einer „unproduktiven Lösung“ ein weltweites Grundeinkommen zu finanzieren. Und möglichst so, dass es unbürokratisch zugeht und sich keiner ungerecht behandelt fühlt.

      Die Lösung(?):

      Mittels einer Mikrosteuer auf den weltweiten Gesamtzahlungsverkehr!
      Ich wette dass – wenn ich an die gigantischen Summen denke, welche rund um die Uhr hin- und hergeschoben werden – für jeden auf der Welt ein anständiges GE raus springen könnte.
      Wir haben nur 7 Milliarden Menschen.
      Und dieses GE geht ja nicht verloren, sondern wird wieder in dieses System hineingespült.

      Der Ordnung halber verlinke ich dazu den Artikel, welcher mich inspirierte:
      Zitat:“ Heute sollte jeder Mensch das Recht auf ein freies Leben von Geburt an haben. Um es zu bezahlen – dazu braucht es eine andere konkrete Utopie. Schon die ersten Lebensversicherungen waren Produkte der Finanzwirtschaft. Das Sozialwerk «Bedingungsloses Grundeinkommen» könnte über eine Mikrosteuer auf dem Gesamtzahlungsverkehr – an dem die Finanzwirtschaft einen riesigen Anteil hat – solidarisch finanziert werden.“ Zitat Ende, Quelle: http://www.aargauerzeitung.ch/kommentare/gastkommentar/utopien-sind-reale-prozesse-129665511

      reply
      • Marcel Mayr

        Hallo Jens,
        ich werde Dich gerne mal mit unseren BGE Spezialisten mit Dir in Kontakt bringen. Schreib uns doch mal eine E-Mail.

        reply
        • Jens Rabis

          Hallo Marcel,

          meinst du nicht, dass es vielleicht besser wäre die Person zu kontakten, welche mich in dem genannten Artikel inspirierte?

          Zitat:“In seiner Kolumne zur Volksinitiative über ein vom Staat ausbezahltes Grundeinkommen schreibt der ehemalige Bundesratssprecher Oswald Sigg, warum es eine Lebensversicherung würde und zieht Parallelen zur Entstehung der AHV und Pensionskasse.“ Zitat Ende, Quelle: http://www.aargauerzeitung.ch/kommentare/gastkommentar/utopien-sind-reale-prozesse-129665511

          Ich habe das nur geistig übernommen 🙂

          reply
    • Jens Rabis

      Mich erreichen ein paar Hinweise, dass dann der „Markt“ immer mit Preis- und Gebührenerhöhungen reagieren würde, also letztendlich der „kleine Bürger“ das Grundeinkommen bezahlt. Dem ist nicht so, weil:

      1. durch den Preis- und Vergleichswettbewerb übers Internet kann man nicht mehr willkürlich alles erhöhen oder einfach mal so Absprache-Kartelle bilden. Wir haben somit u.a. auch „Deflation durch Preissuchmaschinen“,
      Werden die Preise/Gebühren über eine bestimmte Schmerzgrenze erhöht, erhöht man moderat das Grundeinkommen.
      1.1 Um das zu steuern, wäre vielleicht emotionslose KI erforderlich (demokratisch weltweit überwacht)

      2. Da JEDER ein Grundeinkommen alleine oder zusätzlich bekommt, warum soll er dann gierig andere „abzocken“?
      2.1 Unternehmerische und Führungskräfte-Moral sowie Unrechtsbewusstsein muss man sicherlich an vielen Stellen erst mal wieder in die Köpfe bringen, klar!

      Was wäre die Alternative zum weltweiten Grundeinkommen z.Bsp beim Thema Flüchtlinge?
      Direkte Steuererhöhungen wegen der Flüchtlinge, welche den Geldmarkt gleich gar nicht „jucken“!
      Dann klauen sie uns die Ersparnisse auf der Bank (geringe Zinsen) + Steuererhöhungen oben drauf.
      Das Renten-System bricht zusammen …

      reply

Leave a Comment

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.