Partei
Schön, dass du dich für die TPD interessierst!

Ich bin 2016 in die Transhumane Partei Deutschland eingetreten und habe darauf meinen Blog (http://trans-humanismus.net/) gestartet. Ich glaube daran, dass wir die Weltarmut nur durch wissenschaftlichen Fortschritt besiegen können. Die Zunahme der Weltarmut hingegen führt zu wachsender Intoleranz und zu einem allgemeinen Zulauf zu totalitären Ideologien, was ich für wenig wünschenswert halte.

Aufklärung statt Ideologien

Ich glaube, dass Ideologien heutzutage im Grunde nur noch wenig Überzeugungskraft haben, sondern bestenfalls die Ressentiments ihrer Anhänger bedienen. Dieses Ausleben von Ressentiments ist aber nach wie vor sehr beliebt. Trotzdem glaube ich nicht, dass das Küren von Sündenböcken die Probleme tatsächlich löst, schon gar nicht dauerhaft. Ich erhoffe mir vom Transhumanismus, dass die Menschen einerseits wieder einen Bezug zur Aufklärung bekommen, die die Grundlage unserer Demokratie ist, als auch den Willen entwickeln, das große Werk der Aufklärung weiter zu führen, in dem der Mensch in seiner Beschränktheit überwunden wird.

Mehr Zeit für Entscheidungen

Ich denke, dass das menschliche Leben einfach zu kurz ist, um tatsächlich genutzt werden zu können. Die meisten Menschen schlittern von Notlage zu Notlage, es bleibt ihnen gar keine Zeit über ihren Tellerrand zu schauen und tatsächlich das zu tun, was sie gerne tun würden. Oder dies überhaupt herauszufinden.

Demnach treffen wir die meisten unserer Entscheidungen auf Basis höchst unzureichender Information, weil wir auch gar keine Zeit haben, genügend Informationen einzuholen. Würden wir aber viel länger leben, so könnten wir uns bei unseren Entscheidungen mehr Zeit lassen und könnten auf das Wissen von sehr viel langlebigeren Menschen zurückgreifen. Oder von weisen Maschinen. Ich denke, dass sich die ersten starken künstlichen Intelligenzen primär als Menschen sehen würden. Denn alle intelligenten Wesen, die mit den starken künstlichen Intelligenzen kommunizieren würden, wären ja auch Menschen.

Fortschritt ist alternativlos

Die Maschine ist eine alte Projektionsfigur des Geistes, die Angst und Hoffnung schürt. Bereits seit der Antike gibt es Vorstellungen, die Maschine sei eine Art Mensch oder umgekehrt. Auch bei den Hippies gab es 2 Fraktionen. Die einen wollten zurück zur Natur, die anderen interessierten sich für Computer. Die Natur erwies sich als Sackgasse, die Computer entwickelten sich weiter. Ich glaube demnach, dass es gar keine Alternative zum wissenschaftlichen Fortschritt gibt. Die einzig wirklich relevante Frage ist, wo die Forschungsgelder investiert werden sollten.

Dabei kann die Transhumane Partei als eine Art Anlaufstätte der Kompetenz gesehen werden. Während alle momentan auf Landtags- und Bundestagsebene vertretenen Parteien haufenweise Gesetze erlassen, deren Sinn sie selbst kaum verstehen, wäre die Transhumane Partei tatsächlich in der Lage, wohlbegründete Vorschläge zu machen.

Außerdem gilt es, Alternativen zur Lohnarbeit zu entwickeln. 1 € Jobs sind keine solchen Alternativen. Viele Hartz 4 Empfänger würden gerne ihre Fähigkeiten erweitern, doch auf diese Wünsche wird nicht eingegangen, wenn sie nicht ins Konzept Lohnarbeit passen. Das muss sich ändern.

http://trans-humanismus.net/2016/07/21/willkommen-auf-meinem-blog-2/

Dieser Artikel ist eine persönliche Meinung des Autors und soll als Diskussionsgrundlage, oder um Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken, genutzt werden. Die hier dargelegten Standpunkte stellen nicht zwangsläufig die der TPD dar.

Johannes Wolpers